Atherom.de

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Allgemeine Informationen

Ein Atherom (auch Grützbeutel, Grützebeutel, Grützbreigeschwulst, Talgdippel) ist eine haselnuss- bis hühnereigroße, manchmal sogar bis apfelgroße, gutartige Zyste im Unterhautzellgewebe. Atherome entstehen infolge einer Verstopfung des Ausführungsganges für das Talgdrüsensekret. Sie bestehen aus Fetttropfen, Fettkristallen und Epidermiszellen. Atherome befinden sich einzeln oder zahlreich meist am behaarten Kopf, im Gesicht und Nacken, zwischen Bauch und Hals, aber auch an anderen Stellen (z. B. im Intimbereich).

Eine mögliche Ursache ist eine Störung der Hautentwicklung beim Embryo. Die Anlage dazu, Atherome zu entwickeln, wird also meist schon in unserer frühesten Kindheit gelegt. Es ist daher auch nicht möglich, eine Zystenbildung ursächlich zu verhindern. Man kann die Neubildung auch nicht durch Ausdrücken von Pickeln oder Pusteln verhindern; herumdrücken birgt im Gegenteil die Gefahr, dass sich die Atherome entzünden.

Atherome haben nichts mit Krebs zu tun. Sie sind völlig harmlos. Trotzdem sollte man Grützbeutel vom Hautarzt untersuchen lassen, weil manche seltenen, gefährlicheren Hautverdickungen den Grützbeuteln äußerlich sehr ähneln. Der unangenehmste Aspekt der Grützbeutel ist ein anderer: Atherome können sich infizieren; das bedeutet, dass Bakterien durch die Haut in das Atherom einwandern und dort zu einer eitrigen Infektion führen. Der Knoten wird dann rot, beginnt stark zu schmerzen und die Umgebung wird druckschmerzhaft. Es bildet sich ein "Eitersee", der spontan platzen kann, sich aber leider auch in der Haut ausbreiten kann. Wenn man Atherome "ausdrückt", entleert sich eine übelriechende, weißlich-gelbe Masse, die "Grütze". Im entzündeten Stadium kann auch Blut und Eiter entweichen.

Sollte sich der Grützbeutel schon entzündet haben, ist unter Umständen die Gabe von Antibiotika erforderlich, um ein Fortschreiten der Infektion in die gesunde Haut zu verhindern. Oft wird das "Reifen" des entstehenden Abszesses durch Infrarotlicht, "Zugsalben" und andere Maßnahmen gefördert. Erst wenn der Abszess reif ist, darf er vom Hautarzt chirurgisch eröffnet werden. Meist ist zu einem späteren Zeitpunkt - nach Abklingen der Entzündung - eine zweite kleine Operation erforderlich, um den Beutel selbst zu entfernen.